Hegering Hohenried

- Gerhard Dischner - Hegeringleiter Hohenried seit 2000
Die östlichste und kleinste Hegegemeinschaft im Bereich der Jägervereinigung Schrobenhausen und Umgebung e.V. ist die Hegegemeinschaft 114 „Hohenried“.
Dieser Hegering ist von drei Naturräumen geprägt:
Im nördlichen Bereich durch die südlichsten Ausläufer des größten Niedermoores Süddeutschlands, dem Donaumoos. Wie nur noch an wenigen Stellen im beinahe waldleeren Donaumoos zu finden, dominieren hier das Landschaftsbild noch weite Wiesenflächen mit eingelagerten Ackerarealen. Feldrehe sowie Hase und Fasan werden hauptsächlich und in beachtlicher Zahl bejagt. Das Vorhandensein von Rebhuhn, Großem Brachvogel, Kiebitz oder auch Bekassine verweist auf die tendenziell weniger intensive Form der landwirtschaftlichen Nutzung in diesem Raum, zum Vorteil unseres Wildes.
Der mittlere Bereich des Hegeringes ist durch tertiäre Hügelketten des Voralpenlandes gekennzeichnet. Die für das Schrobenhausener Spargelland so typischen Sandböden dominieren in diesem Bereich. Stark geprägt ist dieser Naturraum durch eine fast geschlossene mittelalterliche Waldzone aus Kiefer, Tannen, Buchen und Eichen, dem sog. Haidforst (ca. 1.100 ha).
Die umliegenden und strukturreichen Wald-Feldanteile wurden dem Haiforst im Zuge der Besiedlungsgeschichte abgerungen und stellen heute intensiv genutzte landwirtschaftliche Gebiete dar. Traditionell spielen hier Getreide, Kartoffel und Mais eine große Rolle. Enorme Bedeutung hat auch das Edelgemüse, der „Schrobenhausener Spargel“, dessen Bifänge das Landschaftsbild prägen. Während der Hopfenanbau im Vergleich zu früher einen untergeordneteren Stellenwert hat, nimmt der Gemüseanbau in den letzten Jahren zu.
Hauptwildarten sind in diesem Raum zwischen Donaumoos und Paarauen das Rehwild und seit Mitte der 1980-er Jahre auch wieder das Schwarzwild.
Im südlichen Bereich der Hegegemeinschaft folgen den tertiären Höhenlagen die waldarmen Paarauen. Der Fluss Paar bedingt größere Feuchtbereiche und damit üppiges Pflanzenwachstum. Ausladende Feuchtwiesengebiete, unbegradigte Flussverläufe und kleinere Auwaldungen sind Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tiere und Pflanzen aber auch Lebensraum für gute Wildvorkommen. So finden hier insbesondere Rehe, Sauen, Hase, Fasan und Enten ideale Einstände vor. Wie im Donaumoos gibt es hier noch größere Bestände an Wiesenbrütern wie etwa den Brachvogel. Und auch die Schnepfe findet sich hier noch vergleichsweise reichlich.
Die Hegegemeinschaft besteht aus 6 Gemeinschaftsjagdrevieren und 3 Eigenjagdbezirken. Im einzelnen sind dies:
- das Gemeinschaftsjagdrevier Adelshausen
- das Eigenjagdrevier Schenkenau
- das Gemeinschaftsjagdrevier Brunnen
- das Gemeinschaftsjagdrevier Waidhofen
- das Gemeinschaftsjagdrevier Hohenried
- das Gemeinschaftsjagdrevier Wangen
- das Eigenjagdrevier Niederarnbach
- das Eigenjagdrevier Wintersoln
- das Gemeinschaftsjagdrevier Pobenhausen
... mit einer Gesamtfläche von rund 6.700 ha.

