Der Jäger als Naturschützer
Jagd ist angewandter Naturschutz
Für die Ausübung der Jagd als eine der ältesten menschlichen Handlungen gibt es heute verschiedene Motivationen. Wurde einstmals der Nahrungserwerb in den Vordergrund gestellt, so spielen heute eher persönliche Neigungen die Hauptrolle. Hierunter verstehe ich die Freude am Jagen selbst und die Verbundenheit zur Natur und Umwelt.
Von den Jägern wird verlangt, dass sie den Biotopschutz nach lebensraumverbessernden Gesichtspunkten für das Wild praktizieren. Jede noch so wildfreundliche Biotophege dient gewissermaßen aber auch gleichzeitig nicht jagdbaren Tieren. Es ist den Jägern dieser Zeit zu danken, dass es heute noch Allerweltswildarten wie Hirsch und Reh gibt. Manche Ökonomen haben eine andere Meinung, sähen sie lieber ausgerottet.
In jüngster Zeit tritt ein weiteres Phänomen auf: Wildschaden. Für dessen Ursache ist nicht nur die Bestandshöhe verantwortlich, sondern die mangelnde Rücksichtnahme der Freizeitgesellschaft auf den Lebensraum frei lebender Tiere. Zu bedenken ist doch, dass sollten auch die Jagdgegner wissen, dass eine Land- und Waldwirtschaft ohne Berücksichtigung der auf Ihren Flächen lebenden Tiere, niemals naturgemäß sein kann; denn Natur beinhaltet den Gesamtkomplex Landschaft, Pflanzen und Tiere.
Hubert Schweiger

